DIE PASSION JESU

Der Erlösungsplan für die Menschheit

 

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Wozu wurde der Sohn Gottes, Jesus Christus, Mensch?

Wozu verließ er den Himmel? Warum legte er seine Königswürde ab und kam in diese Welt, in der die ganze Schöpfung, die einst „sehr gut“ und vollkommen war und jetzt durch die Sünde total entstellt ist?

Gott, der die Sünde hasst und den Sünder liebt, und der selbst ohne Sünde ist, kam auf diesen dunklen Planeten Erde um für uns, die wir die Sünde lieben und in ihre Knechtschaft geraten sind, zu leiden und zu sterben.

Welch ein wundersamer Tausch!

Der Sündlose stirbt anstelle des Sünders, damit dieser leben darf – nicht ein paar Jahre, nein, leben in Ewigkeit! Keine Not, kein Leid, keine Krankheit, kein Schwachsein und keinen Tod mehr, „denn das Alte ist vergangen“, sagt uns Gott selbst in seinem Wort, in der Bibel (Offenbarung 21,4).

Christus, das Lamm Gottes, das an meiner statt zur Schlachtbank geführt wurde, damit ich, obwohl ich den Tod verdiene, ewig leben darf!

Wer kann das begreifen? Wer kann das ermessen?

Wer kann das verstehen?  –  Kein Mensch! Außer wir bitten Gott, dass er es unseren blinden Augen, unseren tauben Ohren, unseren hart gewordenen Herzen aufschließt und verstehen lässt.

Liebe kann nicht anders! Liebe muss handeln!

Gott ist die Liebe in Person. Er kann nicht anders, er muss handeln, er will retten! Er sucht den verlorenen Menschen, geht ihm nach, verbindet seine Wunden und macht heil, was zerbrochen und zerstört wurde durch Misstrauen dem Schöpfer gegenüber.

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Ein schwacher Vergleich und dennoch:

Kann eine Mutter, die ihr Kind liebt, zuschauen, wenn es auf den Abgrund zugeht oder wenn es bis zum Hals im Schlamm steckt und im Begriffe ist umzukommen? Würde sie nicht alles versuchen, um ihr Kindlein zu retten?

Kann ein Vater teilnahmslos zusehen, wie sein Kind in den Wasserfluten umkommt? Wird er nicht sofort in die eiskalten, tiefen Fluten springen, um es vor dem schrecklichen Ertrinken zu retten ohne vorher genau abzuwägen, ob es sich wohl lohnen würde und das Kind für die Rettung dankbar sein würde? Ob er sich nicht selbst in Gefahr bringt und dabei ums Leben kommt?

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Genau das hat Gott durch seinen geliebten Sohn, Jesus Christus, für einen jeden von uns getan!

Jesus machte den Todessprung in diese Welt und ließ zu, von den grausamen Händen derer ans Kreuz genagelt zu werden, für die zu retten er gekommen war.

„Steig herab vom Kreuz, wenn du Gottes Sohn bist“ (Matthäus 27,40), lästerten die Hohepriester und Schriftgelehrten und Ältesten höhnend und spottend. Doch ER war voller Liebe und Mitleid für seine Peiniger. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“ (Lukas 23,34), war seine Antwort auf all den Spott.

Bis zur bitteren Neige trank ER den Leidenskelch für deine und meine ewige Errettung!

Soll er umsonst für dich und mich gestorben und auferstanden sein?

Gab es denn keinen anderen Weg, um den Menschen auf ewig zu retten?

Nein, es gab keinen anderen Weg! Keinen Ausweg für die dem Tode geweihten Menschen.

Die Heilige Schrift sagt, „dass alle Menschen gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren haben, die Gott ihnen zugedacht hatte, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist! (Römerbrief 3, 23.24)

Satan, der Erzfeind allen menschlichen Glücks, beansprucht alle Menschen als sein Eigentum.

Was er durch Rebellion verloren hat, als er aus dem Himmel ausgestoßen wurde, das will er auch keinem Menschen gönnen. Deshalb versucht er mit aller Raffinesse dem Menschen Glück und Freiheit von allen Geboten und Regeln anzubieten, während er nur den ewigen Tod zu bieten hat.

Er möchte uns loslösen von unserem Schöpfer und liebenden Vater im Himmel und dazu ist ihm jedes Mittel recht.

Es ist ihm gelungen, das erste Menschenpaar, Adam und Eva,  durch Misstrauen und Ungehorsam Gott gegenüber auf seine Seite zu locken. Der Mensch hat dem Teufel, der in der Schrift von Jesus selbst als „Vater der Lüge“ (Johannes 8,44) bezeichnet wird,  mehr geglaubt als Gott. Er hat die himmlische Herrschaftsordnung in Frage gestellt, Gott als Tyrannen dargestellt und behauptet, er wäre ein besserer Herrscher und hätte ein Recht darauf, angebetet zu werden. Seit seinem Fall vom Himmel hat er Gottes Charakter falsch dargestellt und versucht, jeden Menschen in die tödliche Falle zu locken. Und die Menschen laufen in Scharen hinter ihm her, rühmen sich ihrer vermeintlichen Freiheit, los und ledig von allem, was Gott für uns zu unserem Wohl und Schutz gedacht hat.

Das Ergebnis ist katastrophal!

Neid, Eifersucht, Hass, Streit, Krieg, Mord, Hunger, Angst, Hoffnungslosigkeit, krankhafter Egoismus, Orientierungslosigkeit, Schmerz, Leid und den Tod hat Satan in unsere Welt gebracht. Das ist seine Herrschaftsordnung. Das ist sein Ziel mit der Menschheit. Menschen gegen Menschen, Völker gegen Völker, Menschen in Rebellion gegen ihren Schöpfer, der ihr liebender Vater im Himmel ist.

Doch Satan dreht alles um und lässt die Menschen fragen: „Wenn es einen liebenden Gott im Himmel gibt, warum lässt er dann all das Leid zu?“ 

Hinter allem Leid und Elend steckt nicht Gott, sondern der Gegenspieler Gottes, Satan.

Gott wollte nie, dass der Mensch das Böse überhaupt kennenlernen muss. Deshalb warnte er das erste Menschenpaar von der verbotenen Frucht, von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen.

Doch Satan flüsterte Eva ein, dass Gott ihr diese herrliche Frucht vorenthält, weil er nicht möchte, dass die Menschen so klug werden wie Gott. Eva glaubte dem Feind und misstraute Gott. Sie aß von der verlockenden Frucht und gab auch ihrem Mann. Dieser aß auch davon.

Und mit dieser Entscheidung kam die Flut der Sünde mit all ihren bösen Folgen über die ganze Menschheit.

Es ist wie bei einem Vater, der seinem Kind etwas verbietet, damit es nicht Schaden erleidet. „Greif nicht auf die heiße Herdplatte! Du verbrennst dich!“   „Nimm nicht das große Küchenmesser! Du schneidest dich. Es ist gefährlich. Tu das nicht, mach jenes nicht.“ Will Papa dem Kind etwas Schönes vorenthalten oder möchte er es vor Unheil bewahren?

Gott sandte seine Propheten zu allen Zeiten und sprach durch sie zu den Menschen in den verschiedenen Zeitaltern. Er ließ die Menschen wissen, dass ein Erlöser kommen wird. Viele alttestamentliche Prophezeiungen sprechen davon.

 „ Als die Zeit erfüllt war“, sandte Gott seinen Sohn, Jesus Christus, der durch sein sündloses Leben den Menschen zeigen sollte, wie der Vater ist.

Christus sollte den wahren Charakter Gottes darstellen und durch sein Leiden und Sterben die sündenkranke Menschheit erlösen. ER kam, um „die Werke des Teufels zu zerstören“ und dem Menschen Hoffnung, Trost, göttlichen Beistand und ewige Erlösung von dem Bösen zu bringen.

„Kommet her, alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken!“ (Matthäus 11,28) ruft er dem müden Wanderer auf Erden zu.

Er ist der gute Hirte, der sein Leben für die Schafe lässt.

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Er ist das Licht der Welt, das in die Finsternis hineinleuchtet und Orientierung gibt.

Er ist die Wahrheit. Abseits von Jesus ist der Irrtum.

Er ist der Weg. Losgelöst von Jesus gehst du einen Irrweg, selbst wenn du meinst, es wäre der richtige Weg.

Manch einer denkt, er wäre auf dem rechten Weg, „aber zuletzt bringt er ihn zu Tode“, sagt die Schrift.

Er ist die Quelle des Lebens, der Lebensspender, der allein uns Menschen Leben geben kann, denn er ist das Leben. Abseits von ihm ist nur der Tod.

Jesus spricht von sich selbst: „ Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14,6)

Er ist dein Schöpfer, dein Erhalter, dein Erlöser und er kann nicht zusehen, wie du aus löchrigen Brunnen und Zisternen abgestandenes, verschmutztes Wasser trinkst, indem du vielleicht irgendwelchen Ideologien, Philosophien, Weltanschauungen und Ideen hinterher läufst, die dir niemals das geben können, wonach du dich wirklich sehnst.

 Er bietet dir frisches, klares Quellwasser durch sein Wort an  und sagt: „Komm und trinke umsonst.“(Jesaja 55,1)

Gott hatte keine andere Möglichkeit um uns zu retten.

Bei ihm ist Gerechtigkeit. Nach dieser Gerechtigkeit haben alle Menschen den Tod verdient.

Satan ist unser Ankläger. Er fordert unseren Tod, denn die Schrift sagt: „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Römer 6,23)

Bei Gott ist aber auch Gnade, Barmherzigkeit, Retterliebe.

Wie sollte er uns retten?

Indem er als unser Schöpfer sein Leben für seine Geschöpfe opferte, freiwillig, weil seine Liebe zu uns so groß ist, wie keine menschliche Liebe sein kann.

Kein Engel, kein Mensch, kein geschaffenes Wesen, niemand im ganzen Universum konnte diese Erlösungstat für uns vollbringen. Der Schöpfer selbst musste sich als Opfer für dich und mich hingeben.

Dein Heiland wartet sehnsüchtig auf eine Reaktion von dir.

Wie eine Mutter, die ihr Baby hegt und pflegt und mit allem versorgt, darauf wartet und sich freut, wenn ihr Kindlein ihr zum ersten Mal ein bewusstes Lächeln schenkt!

Wie viel mehr freut sich der ganze Himmel, wenn ein Mensch zu verstehen beginnt, was Gott für ihn getan hat!

Wie wirst du auf diese unfassbar große Liebe antworten?

 

 

 

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Gebet: (Zum Nachbeten)

 

Himmlischer Vater, ich danke dir für deinen Rettungsplan für uns Menschen, aber auch für mich ganz persönlich.

Du kennst mich besser als ich mich selbst kenne und du weißt, wie es in mir und in meinem Leben aussieht.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich ein recht anständiger Mensch bin im Vergleich zu anderen und daher keinen Erlöser brauche.

Doch dann wieder kommt der Gedanke, dass ich für den Himmel viel zu schlecht bin und gar keine Chance habe.

Es gibt Tage, da habe ich so viele Sorgen, dass ich gar nicht an dich denke. Dann versuche ich, alles selbst in die Hand zu nehmen, um nicht erdrückt zu werden von den Alltagssorgen und von der Arbeitslast.

Hilf mir bitte, meine Gedanken zu ordnen. Sei du mein Ratgeber und Helfer.

Lass mich bitte meine Erlösungsbedürftigkeit erkennen und nimm mich in deine starken Arme als dein Kind, das zu dir nach Hause kommen möchte.

Gib mir Halt in meinem Leben, und schenk mir ein Herz, das willig ist, dir aufrichtige Liebe, Dankbarkeit und Gehorsam entgegen zu bringen. Dein Wort sagt, dass kein Mensch sich den Himmel verdienen kann, dass du uns aber helfen möchtest, dass wir nicht so bleiben wie wir sind.

Hilf mir, mein Leben so zu gestalten, dass du geehrt wirst dadurch.

Danke, dass ich durch Jesu Leiden und Sterben ein erlöstes Kind Gottes sein darf.

Danke für diese schönste und größte Hoffnung auf ewiges Leben bei dir.

Vergib mir bitte, dass ich von deiner großen Erlösungstat wohl oft gehört, sie aber nicht recht geschätzt habe.

Danke für diese Zukunft, die du für mich bereitet hast, mein Herr und mein Gott, mein Schöpfer und Erlöser!             

AMEN

 

PS.:

Es war ein paar Tage vor den Osterferien. In einer Schulklasse saßen etwa 25  dreizehnjährige Burschen. Ich sagte: „In ein paar Tagen beginnen die Osterferien. Was verbindet ihr mit Ostern?“

Stille, absolute Stille. Kein einziger Schüler konnte mir eine Antwort geben. Alle blickten beschämt auf den Boden. Es vergingen einige Minuten. Dann sagte einer: „War da nicht irgendetwas mit Jesus?“  „Nein“, meinte ein anderer. „Du meinst Weihnachten. Da war etwas mit Jesus.“

Das war schockierend für mich. Ich erzählte ihnen dann in meiner Rolle als Lehrerin vom Leiden und Sterben Jesu. Sie schauten mich mit sehr großen Augen an und meinten, dass sie das zum ersten Mal hörten.

Das passierte in einem christlichen Land. Von 25 Schülern waren 24 getauft in der römisch katholischen Kirche. Die meisten hatten sich vom Religionsunterricht abgemeldet.

Die Christenheit feiert Ostern. Was blieb übrig von dem Gedenken und der Erinnerung an Jesu Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha und seine Auferstehung?

Vielfach ist die Erinnerung an die Erlösungstat Jesu für uns verblasst. An ihre Stelle rückten Ostereier, leckeres Essen, Schokohasen, Palmkätzchen,…..endlich Ferien, was gleichbedeutend ist mit Fernsehen und Internet von früh bis spät.

Möchtest du mehr als das? Dann komm zu Jesus. Vertraue dich ihm an und dein Leben wird neu werden.

Dipl.Päd. Erika Piesslinger

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